Po-Lifting
Kurz erklärt: Po-Lifting in DACH: Kosten 4.000–9.000 €, Eigenfett oder Straffung, OP-Dauer 2–4 Std., Ausfallzeit 2–3 Wochen, Risiken im Überblick.
Ablauf
In der Beratung werden Ausgangsbefund, Hautqualität, gewünschte Form und die passende Methode (Straffung, Eigenfett oder Kombination) besprochen, mit Fotodokumentation. Für einen Eigenfetttransfer müssen ausreichende Fettdepots als Spenderregion vorhanden sein. Der Eingriff dauert je nach Methode 2 bis 4 Stunden und erfolgt in Vollnarkose oder Dämmerschlaf mit örtlicher Betäubung. Bei der Straffung wird überschüssige Haut entfernt, beim Eigenfetttransfer zunächst Fett abgesaugt, aufbereitet und dann eingebracht. Der Eingriff erfolgt ambulant oder mit Übernachtung; Kompressionskleidung gehört zur Nachsorge.
Eignung
Für einen Eigenfetttransfer geeignet sind gesunde Erwachsene mit ausreichenden Fettdepots als Spenderregion und dem Wunsch nach mehr Volumen oder besserer Form. Für eine Straffung geeignet sind Personen mit erschlaffter Gesäßhaut, meist nach Gewichtsabnahme, bei stabilem Gewicht. Nicht geeignet bei sehr schlanken Personen ohne ausreichende Fettreserven (für Eigenfett), schweren Grunderkrankungen, erhöhtem Thromboserisiko oder unrealistischen Erwartungen. Raucherinnen und Raucher sollten vor und nach der OP pausieren.
Risiken
Beim Eigenfetttransfer sind Schwellungen, Blutergüsse und ein teilweiser Abbau des eingebrachten Fetts normal. Die ernsteste, wenn auch seltene Komplikation ist die Fettembolie, weshalb Fachgesellschaften eine ausschließlich oberflächliche Injektion oberhalb des Muskels empfehlen. Weitere Risiken sind Konturunregelmäßigkeiten, Ölzysten, Fettgewebsnekrosen und Infektionen. Bei der Straffung kommen Wundheilungsstörungen, Serome und Narben hinzu. Die Wahl eines erfahrenen Facharztes für Plastische und Ästhetische Chirurgie und die Einhaltung der Sicherheitsstandards senken das Risiko deutlich.
Erholung und Nachsorge
Kompressionskleidung wird meist 4 bis 6 Wochen getragen. Nach einem Eigenfetttransfer wird empfohlen, in den ersten 2 bis 3 Wochen möglichst nicht direkt auf dem Gesäß zu sitzen oder zu liegen, um die Einheilung des Fetts nicht zu gefährden. Die meisten Patientinnen und Patienten sind nach 2 bis 3 Wochen wieder gesellschaftsfähig. Sport ist nach etwa 6 Wochen wieder möglich. Beim Eigenfetttransfer bildet sich ein Teil des eingebrachten Fetts zurück — das endgültige Ergebnis zeigt sich nach etwa 3 bis 6 Monaten.
Alternativen
Gezieltes Krafttraining (insbesondere der Gesäßmuskulatur) kann Form und Festigkeit ohne Eingriff verbessern und ist bei jüngeren, sportlichen Menschen oft die naheliegende Option. Nicht-invasive Verfahren wie Radiofrequenz oder elektromagnetische Muskelstimulation können die Kontur leicht beeinflussen, erzielen aber kein vergleichbares Volumen. Bei nur leichtem Volumenwunsch sind injizierbare, volumengebende Verfahren begrenzt möglich, spielen am Gesäß aber eine untergeordnete Rolle. Bei echtem Hautüberschuss ist nur die operative Straffung wirksam.