Liposuktion (Fettabsaugung)
Kurz erklärt: Fettabsaugung erklärt: Kosten 2.500–7.500 € je nach Zone, Tumeszenz-, Vibrations- & Wasserstrahltechnik, Heilungsverlauf und Risiken — mit geprüften Fachärzten.
Ablauf
Je nach Umfang erfolgt der Eingriff in lokaler Tumeszenzanästhesie, Dämmerschlaf oder Vollnarkose und dauert 1 bis 3 Stunden. Über 3 bis 5 mm kleine Zugänge wird zunächst Tumeszenzlösung eingebracht, die das Fettgewebe aufschwemmt und die Behandlung schonender macht; anschließend wird das Fett mit feinen Kanülen abgesaugt. Kleinere Zonen (z. B. Doppelkinn) sind ambulant in unter einer Stunde möglich, größere Areale erfordern teils eine Übernachtung.
Eignung
Geeignet für normalgewichtige bis leicht übergewichtige Erwachsene (idealerweise BMI unter 30) mit lokalisierten Fettdepots und guter Hautelastizität. Häufigste Zonen: Bauch, Flanken, Oberschenkel, Knie, Oberarme und Doppelkinn. Auch das Lipödem — eine krankhafte Fettverteilungsstörung — wird per Liposuktion behandelt; seit 2020 übernehmen gesetzliche Kassen in Deutschland die Kosten im Stadium III unter bestimmten Voraussetzungen. Nicht geeignet als Ersatz für Gewichtsabnahme.
Risiken
Typisch und vorübergehend: Schwellungen, Blutergüsse, Spannungsgefühl, Sensibilitätsstörungen. Möglich sind Dellen oder Asymmetrien (bei erfahrenen Operateuren selten), Serome und Infektionen. Das Risiko steigt mit dem Absaugvolumen — die Fachgesellschaften empfehlen, große Volumina auf mehrere Sitzungen zu verteilen. Bei schlechter Hautelastizität kann nach der Absaugung überschüssige Haut verbleiben, die eine Straffung erfordert.
Erholung und Nachsorge
Kompressionswäsche wird 4 bis 6 Wochen getragen — sie ist entscheidend für ein glattes Ergebnis. Leichte Aktivität ist nach 2 bis 3 Tagen möglich, Büroarbeit nach etwa 3 bis 7 Tagen, Sport nach 4 bis 6 Wochen. Schwellungen bilden sich über Wochen zurück; das Endergebnis ist nach 3 bis 6 Monaten sichtbar, wenn sich die Haut vollständig zurückgezogen hat.
Alternativen
Die Kryolipolyse („Fett-weg-durch-Kälte“) reduziert kleinere Depots nicht-invasiv um etwa 20 bis 25 % pro Sitzung — ohne Ausfallzeit, aber mit deutlich schwächerem Effekt als eine Liposuktion (ab ca. 300 € pro Zone). Injektionslipolyse („Fett-weg-Spritze“) eignet sich nur für sehr kleine Areale wie das Doppelkinn. Bei größeren Volumina und Hautüberschuss ist die chirurgische Straffung (z. B. Bauchdeckenstraffung) die passendere Lösung.
Verifizierte Ärzt:innen
- Dr. med. univ. Elisabeth Hofmann
Fachärztin für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie