Laserbehandlung der Haut
Kurz erklärt: Laser gegen Fältchen, Narben & Pigmentflecken: Kosten ca. 150–600 € pro Sitzung, Ausfallzeit 1–7 Tage. Methoden, Risiken und Krankenkasse im Überblick.
Ablauf
Vor der Behandlung werden Hauttyp, Hautzustand und Ziel beurteilt und das passende Lasersystem ausgewählt. Bei Pigmentneigung ist eine Vorbehandlung sinnvoll. Eine Sitzung dauert je nach Fläche etwa 20 bis 60 Minuten. Je nach Intensität wird die Haut mit einer betäubenden Creme oder lokal betäubt; sehr intensive ablative Behandlungen können zusätzliche Schmerzausschaltung erfordern. Während der Behandlung wird der Laser über die Haut geführt, häufig verbunden mit einem Wärme- oder Stechgefühl. Für ein optimales Ergebnis sind bei nicht-ablativen Verfahren meist 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von einigen Wochen nötig.
Eignung
Geeignet für Personen mit feinen bis mittleren Falten, Aknenarben, Pigmentflecken, sonnengeschädigter Haut oder ungleichmäßigem Hautbild. Helle bis mittlere Hauttypen sprechen besonders gut an. Mit Vorsicht oder gar nicht angewandt werden sollte die Behandlung bei sehr dunklen Hauttypen (erhöhtes Pigmentrisiko), aktiver Hautinfektion, bei frischer Bräunung, während der Schwangerschaft sowie kurz nach einer Isotretinoin-Therapie. Eine individuelle ärztliche Einschätzung ist ratsam.
Risiken
Häufig sind vorübergehende Rötung, Schwellung, Brennen und Schuppung. Relevante Risiken sind Pigmentverschiebungen (besonders bei dunkleren Hauttypen), vorübergehende oder – selten – bleibende Hyperpigmentierung, Infektionen sowie in seltenen Fällen Narbenbildung, vor allem bei ablativen Lasern. Das Reaktivieren von Herpes-simplex-Infektionen ist möglich, weshalb bei entsprechender Vorgeschichte eine vorbeugende Medikation empfohlen wird. Eine sorgfältige Auswahl von Lasertyp und Energie passend zum Hauttyp sowie konsequenter Sonnenschutz senken das Risiko deutlich. Die Behandlung durch erfahrene ärztliche Fachkräfte ist besonders bei ablativen Verfahren wichtig.
Erholung und Nachsorge
Die Ausfallzeit richtet sich nach der Intensität: Nach nicht-ablativen und leicht fraktionierten Behandlungen ist die Haut meist ein bis mehrere Tage gerötet und leicht geschwollen. Nach ablativen Verfahren kann die Haut über etwa eine Woche nässen, krusten und schuppen. Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ist in den Wochen nach der Behandlung unverzichtbar, um Pigmentstörungen zu verhindern. Erste Verbesserungen zeigen sich nach dem Abheilen; das Endergebnis mit Kollagenaufbau entwickelt sich über mehrere Wochen bis Monate.
Alternativen
Chemische Peelings sind eine kostengünstigere Alternative bei oberflächlichen Problemen (ab ca. 60 Euro pro Sitzung). Microneedling wirkt gut bei Narben und regt ebenfalls die Kollagenbildung an (ca. 150–400 Euro pro Sitzung). Für Hautstraffung ohne Abtrag kommt Radiofrequenz infrage, für gezielte Fältchen im Bewegungsbereich Botulinumtoxin. Die passende Methode hängt vom Befund, dem Hauttyp und der akzeptierten Ausfallzeit ab; nicht selten werden Verfahren kombiniert.