Fadenlifting

Kurz erklärt: Fadenlifting in DACH: Kosten 800–2.500 €, Wirkdauer 12–18 Monate, Ausfallzeit 2–5 Tage. Methoden, Risiken und Grenzen im Überblick.

Ablauf

Nach der Analyse der Haut und Markierung der Fadenverläufe wird das Areal örtlich betäubt. Die eigentliche Behandlung dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Die Fäden werden über feine Einstichstellen mit einer Kanüle eingebracht und das Gewebe vorsichtig angehoben. Es sind keine Hautschnitte und keine Vollnarkose nötig. Der Lifting-Effekt ist unmittelbar nach der Behandlung sichtbar.

Eignung

Geeignet für Personen mit leichter bis mittlerer Hauterschlaffung, etwa an Wangen, Kinnlinie oder Hals, meist etwa ab dem 35. bis 50. Lebensjahr. Nicht geeignet bei stark erschlaffter Haut oder ausgeprägtem Hautüberschuss (hier ist ein chirurgisches Facelift angezeigt), bei akuten Infektionen im Behandlungsbereich, Blutgerinnungsstörungen, Schwangerschaft oder unrealistischen Erwartungen.

Risiken

Häufig sind vorübergehende Schwellungen, Blutergüsse, Druckempfindlichkeit und ein Ziehen. Möglich sind sichtbare oder tastbare Fäden, kleine Einziehungen oder Fältelungen der Haut, Asymmetrien sowie in seltenen Fällen Infektionen, Fadenwanderung oder ein Herausschauen eines Fadenendes, das dann entfernt werden muss. Eine sachgerechte Technik und Hygiene sowie erfahrene Behandelnde reduzieren diese Risiken.

Erholung und Nachsorge

Die Ausfallzeit beträgt in der Regel etwa 2 bis 5 Tage. In den ersten Tagen sind Schwellungen, Druckempfindlichkeit, kleine Blutergüsse und ein Spannungsgefühl normal. Für einige Wochen sollten starke Mimik, Zahnbehandlungen, Gesichtsmassagen, Sauna und intensiver Sport vermieden werden, damit sich die Fäden nicht verschieben. Das Ergebnis verbessert sich durch die Kollagenneubildung über die folgenden Wochen weiter.

Alternativen

Bei ausgeprägter Erschlaffung ist ein chirurgisches Facelift die wirksamere, aber deutlich aufwendigere und teurere Lösung mit längerer Ausfallzeit und mehrjährigem Ergebnis. Für Hautfestigung ohne Lifting-Effekt kommen energiebasierte Verfahren wie Ultraschall (HIFU) oder Radiofrequenz infrage. Volumenverluste lassen sich mit Hyaluronsäure-Fillern ausgleichen. Das Fadenlifting liegt kosten- und wirkungsmäßig zwischen diesen nicht-operativen Optionen und der Operation.

Passende Wissensartikel lesen