Bauchdeckenstraffung

Kurz erklärt: Bauchdeckenstraffung in DACH: Kosten 5.500–9.000 €, OP-Dauer 2–4 Std., Ausfallzeit 2–4 Wochen, Risiken und Krankenkassen-Aspekt im Überblick.

Ablauf

Vor dem Eingriff erfolgt eine ausführliche Beratung mit körperlicher Untersuchung, Fotodokumentation und Prüfung, ob eine Rektusdiastase vorliegt. Zwischen Beratung und OP liegt eine gesetzlich vorgeschriebene Bedenkzeit. Die Operation dauert je nach Umfang 2 bis 4 Stunden und erfolgt in Vollnarkose. Über einen meist im Unterbauch verlaufenden Schnitt wird überschüssige Haut entfernt, der Bauchnabel neu eingesetzt und bei Bedarf die Bauchmuskulatur mit Nähten gestrafft. In der Regel ist ein stationärer Aufenthalt von 1 bis 3 Nächten erforderlich; Drainagen und ein Kompressionsmieder gehören zur Standardnachsorge.

Eignung

Geeignet für gesunde Erwachsene mit stabilem Gewicht und ausgeprägtem Hautüberschuss oder Rektusdiastase, die durch Sport nicht zu beheben sind. Die Familienplanung sollte abgeschlossen sein, da eine erneute Schwangerschaft das Ergebnis beeinträchtigt. Nicht geeignet bei aktivem Kinderwunsch, deutlichem Übergewicht (Gewichtsreduktion sollte vorausgehen), schweren Grunderkrankungen, erhöhtem Thromboserisiko oder unrealistischen Erwartungen. Raucherinnen und Raucher sollten vor dem Eingriff pausieren.

Risiken

Wundheilungsstörungen sind die häufigste Komplikation und treten in der Literatur bei etwa 5 bis 10 % der Eingriffe auf, begünstigt durch Rauchen, Diabetes und Übergewicht. Serome (Flüssigkeitsansammlungen) sind ebenfalls relativ häufig und müssen gelegentlich punktiert werden. Seltenere Risiken sind Nachblutung, Infektion, ausgeprägte oder verbreiterte Narben, Taubheitsgefühle der Bauchhaut sowie als ernste, aber seltene Komplikation eine Thrombose oder Lungenembolie. Es verbleibt immer eine quer verlaufende Narbe im Unterbauch. Rauchverzicht mindestens 4 Wochen vor und nach der OP senkt das Risiko deutlich.

Erholung und Nachsorge

Ein Kompressionsmieder wird meist 4 bis 6 Wochen getragen. Die meisten Patientinnen und Patienten sind nach 2 bis 4 Wochen wieder gesellschafts- und arbeitsfähig, bei körperlich anstrengenden Berufen sollten 4 bis 6 Wochen eingeplant werden. In den ersten Tagen ist ein leicht gebeugtes Gehen normal, um die Naht zu entlasten. Sport ist nach etwa 6 bis 8 Wochen wieder möglich. Schwellungen bilden sich über mehrere Monate zurück; das endgültige Ergebnis und die endgültige Narbenreifung zeigen sich nach etwa 12 Monaten.

Alternativen

Bei geringem Hautüberschuss und guter Hautelastizität kann eine alleinige Fettabsaugung (Liposuktion) ausreichen, Kosten ab etwa 2.500 Euro. Nicht-invasive Verfahren wie Radiofrequenz- oder Ultraschall-Straffung können die Hautqualität leicht verbessern, entfernen aber keine überschüssige Haut und ersetzen die OP bei echtem Hautüberschuss nicht. Eine Rektusdiastase lässt sich in leichten Fällen mit gezieltem Physiotherapie- und Muskeltraining verbessern. Bei ausgeprägtem Befund ist jedoch nur die operative Straffung wirksam.

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